Erdgas Vergleich 2017


Gasanbieterwechsel – soll ich meinen Zählerstand notieren?

Seit Oktober 2006 ist es für Gasverbraucher möglich, einen Gasanbieterwechsel vornehmen zu können. Denn seit diesem Zeitpunkt ist der Gasmarkt offen, was für den Verbraucher letztlich bedeutet, sich den günstigsten Gasanbieter aussuchen zu können. Vor Oktober 2006 war man verpflichtet, sein Gas bei dem örtlichen Gasanbieter beziehen zu müssen. Dieser konnte also die Preise vorgeben, die der Kunde dann bezahlten musste, wenn er nicht Gefahr laufen wollte, nicht mit Gas beliefert zu werden.


Der Gasanbieterwechsel funktioniert völlig einfach und unkompliziert. Denn der neue Anbieter regelt sämtliche Formalitäten und kündigt den alten Vertrag. Man muss sich als Gaskunde also um nichts kümmern. Es stellt sich jedoch für viele Gasverbraucher die Frage, ob sie vor einem Wechsel den Zählerstand ablesen und notieren sollten. Es ist natürlich im Allgemeinen immer anratsam, sich nicht auf komplett auf die Anbieter zu verlassen, sondern selbst eine gewisse Kontrolle zu behalten. Denn im Allgemeinen verhält es sich so, dass sowohl die Strom- als auch die Gasanbieter inzwischen die Stände nicht mehr ablesen, sondern schlicht und ergreifend schätzen.

Viele Verbraucher vermuten, dass diese Schätzungen eher zugunsten des Strom- und Gasanbieters ausfallen denn zugunsten des Verbrauchers. Eine gängige Praxis war bis vor einigen Jahren, den Kunden zu bitten, den Zählerstand selbst abzulesen und diesen dann an den Strom- oder Gasanbieter zu schicken. Doch auch diese Verfahrensweise wird heute kaum noch durchgeführt. Schon allein aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor dem Gasanbieterwechsel den Zählerstand abzulesen und zu notieren.

Der neue Gasanbieter kann jedoch nicht von utopischen Zahlen ausgehen. Denn in der Regel verhält es sich so, dass er die Versorgungsleitungen und den jeweiligen Gaszähler von dem vorherigen Anbieter anmietet. Dies hat für den Kunden zum einen den Vorteil, keinerlei Umbaumaßnahmen in Kauf nehmen zu müssen. Der alte Gasanbieter ist gesetzlich verpflichtet, die Versorgungselemente zur Verfügung stellen zu müssen und zudem den Verbraucher mit Gas zu versorgen.

Zum Zweiten behält man als Kunde folglich seinen Stromzähler mit allen dazugehörigen Angaben, sodass der neue Anbieter bei einem Gasanbieterwechsel auf genau diese Stände zurückgreifen muss. Trotzdem kann es nicht schaden, den Zählerstand bei einem Gasanbieterwechsel zu notieren, um bei der ersten Rechnung direkt kontrollieren zu können, ob der Wechsel ohne versteckte erhöhte Schätzungen stattgefunden hat.

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